Nachtrag: IMAP-Filter - die Rückkehr

Nun gut, nach einer kleinen Reise der "Das kann es ja alles nicht geben"-Form bin ich wieder zurück gekommen. Und die Landung erfolgte prompt bei den Wurzeln oder besser - der Basis. Wer hätte es gedacht, dass ich nach dem langen hin und her wieder bei Spampal lande ? Ich wäre sicherlich der letzte gewesen….

Tagelang habe ich diese und jene Tools studiert und probiert und keines davon stellte sich als vernünftige Lösung heraus. Entweder es stand dabei, dass neben POP auch IMAP unterstützt wird, aber in der Praxis dann stellt sich schnell heraus, dass diese Funktion entweder in der Beta steckt oder nur in Verbindung mit diesem oder jenen Zusatz möglich ist oder nur "unter ganz gewissen Umständen" funktioniert. Genau. Ernüchterung.

saforge_spampal

Also erinnerte ich mich und ließ meine Gedanken in die graue Steinzeit der IMAP-Filter zurückschweben. Nun gut, vielleicht etwas übertrieben, aber nachdem Spampal ja schon viele, viele Jahr auf dem Buckel hat (weiß es jemand  genau - 2003 oder noch älter?) darf man es ruhig zu dieser Kategorie der Urzeit zählen. Und ich darf vorneweg greifen - es ist und bleibt zumindest für meine Zwecke die beste Lösung.

Vermutlich jeder, der schon mal länger mit IMAP-Zugriff auf seine Emails gearbeitet hat, kennt das puristische Tool, von dem man beim ersten Blick darauf glatt annehmen könnte, dass da doch das Programm an sich und die ganzen tollen Funktionen und die lustigen Buttons, usw… wie bei anderen Software-Lösungen ja fehlen. Nun, das ist natürlich ein Irrtum, aber auch verständlich. Denn abgesehen von einem erweiterten Option-Menü und ein paar Statistiken gibt es eigentlich gar nichts bei dem Programm zu sehen - und das Wenige, dass da ist, muss man sich auch nicht jeden Tag anschauen.

Womit wir schon beim ersten positiven Punkt wären. SpamPal darf man ruhig zu einem der Tools zählen, die man irgendwann mal installiert, einrichtet und dann eigentlich vergessen kann. Es schaltet sich ganz einfach als lokaler Proxy zwischen die weite virtuelle Welt und seinem Email-Programm. Dazu muss man eigentlich gar nichts tun, die Basis ist schon vordefiniert, eigentlich reicht eine einfache Installation völlig aus. Gefiltert werden die Emails anhand lokaler Black- und Whitelists sowie über sogenannte Realtime Blackhole Lists. Die Erfahrung zumindest bei meinen Accounts hat gezeigt, dass diese auch völlig ausreichen und zudem sehr zuverlässig sind. Nach eingehender Prüfung und genauer Beobachtung gab es bis jetzt trotz hunderter Spams und Emails noch keine Fehlerqoute zu vermelden. 

Wem solche Black- und Whitelists zuwenig sind, dem steht auch die Option offen, eines der zahlreichen Plugins zu installieren, welche dann unter anderem auch noch z.B. eine Filterung mittels selber festgelegten "Badwords" ermöglicht oder auch mittels RegEx sowie  eines Bayesian-FIlters.

Genug des technischen Geschwafels - Fakt ist, dass das Programm auf OpenSource-Basis entwickelt wird (nächster Pluspunkt), mein Spamaufkommen auf praktisch null reduziert, mehr als nur unauffällig im Hintergrund läuft und - wer hätte es gedacht - sich gut in die Liste von ressourcenschonenden Programmen auf SaForge einfügt. Wobei SpamPal eigentlich eher sowas wie eine Wiederentdeckung meinerseits ist. Bleibt noch ein Wermutstropfen… das Tool wurde/wird von Frewilligen (noch ein Bonus, Respekt) entwickelt und dies heißt natürlich, dass nicht jeden Tag neue Updates, Plugins oder dergleichen für den verwöhnten High-End-User erscheinen. Nein - keine super-dupa-Features. Aber genau das macht es auch schon wieder so sympathisch für mich - es erinnert mich ein wenig an einen Lada. Während andere an ihrer neuen Zusatz-Elektronik herumtüfteln und sich wundern, warum die Kiste nicht fährt, kurvt der Lada munter durch die Kurven. Nicht ganz das Neueste am Markt, dafür solide und zuverlässig.

Übrigens, wer eine Firewall laufen hat, dem kann es passieren, dass bei der Installation ein Fehler auftaucht - am besten ihr deaktiviert sie davor und startet sie nach der installation neu.
Infos und Download: SpamPal

If you enjoyed this post, please consider to leave a comment or subscribe to the feed and get future articles delivered to your feed reader.

Comments

Übrigens habe ich dazwischen dann doch noch ein anderes Tool probiert, aber dann gleich wieder Spampal neuerlich installiert… Tipp: bleibt einfach dabei. Es reicht wirklich vollkommend aus.

Einen Kommentar hinterlassen

(notwendig)

(notwendig)