Last.fm - Musik ganz nach seinem Geschmack

Das Schlimmste an einem Blog ist, wenn es für ein, eh schon jedem bekanntes, Portal Werbung macht, aber auch ich darf mal eine Ausnahme machen… Nachdem ich gerade kein neues, ressourcensparendes Programm zur Hand hatte, besuchte ich zur Abwechslung mal wieder die Website der Socialmusic-Plattform Last.fm. Und entdeckte dort glatt einen neuen Player, der mir zumindest vor einem halben Jahr noch nicht bekannt war. Also schauen wir uns das Teil mal näher an… und um gleich etwas vorzugreifen - ich bin sehr angenehm und positiv überrascht.

Lastfm_screenshot 

Um den Player verwenden zu können, ist natürlich mal ein Account bei Last.fm von Nöten. Das ist schnell erledigt, da man ganz offen sagen muss, dass die Macher der Seite sich wirklich mal ins Zeug gelegt haben. Ob es optisch jedermanns Geschmack ist, sei dahin gestellt, aber die Benutzerführung und die Aufgliederung der Seite ist mehr als gut gelungen. Da könnten sich viele Seiten ein Stückchen abschneiden. Auch Anfänger im Web finden sich sicherlich auf jeden Fall schnell zu recht und verstehen das Prinzip der Seite im Handumdrehen.

Für all jene, die vielleicht tatsächlich noch nichts von Last.fm gehört haben - nun das Ganze ist nichts anderes als sowas wie eine Social-Community - nur halt mit Musik. Die Beschreibungen der Musik(er) können selbst eingegeben werden, man kann eine eigene Playlist erstellen, es wird einem angezeigt anhand seines eigenen Musikgeschmackes, welcher User auf der gleichen "Welle" surft, Forum, Kommentare und Co. runden das Ganze ab. Automatische Empfehlungen und die Playlisten der anderen lassen einem immer wieder neue oder längst vergessene Musikstücke entdecken.

Nun endlich zum Player. Die Installation ist schnell und absolut problemlos. Er lässt sich übrigens in die Taskleiste verkleinern und stört so den alltäglichen Workflow nicht im geringsten. Um einer der Musik-Stationen zu starten, kann man entweder den Namen eines Artists eingeben oder anhand von Tags seinen Geschmack eingrenzen. Und schon startet der musikalische Hörgenuss. Neben dem Button "Lieben" gibt es auch "Bannen", damit lässt sich  ein Musikstück blockieren und man wird nicht mehr davon im Musik-Alltag belästigt. Angenehm. Ein Button ermöglicht ein gerade laufendes Lied ebenso in seine Playlist aufzunehmen. Alles andere lässt sich intuitiv erahnen und "erklicken". Ein weiterer Pluspunkt.

Der Last.fm Player ist kein Player mit dem man schnell mal in einem Lied herumscrollt/spult oder sonstige erweiterten Dinge machen kann. Im Prinzip ist das Ganze nichts anderes als Online-Radio, übrigens ohne Werbung oder dergleichen, mit nur einem feinen und gewaltigen Unterschied… je länger man hört und auswählt, umso mehr wird sein Profil auf seinen Musikgeschmack abgestimmt. Nach 14 Tagen  Erfahrung kann ich sagen, dass ich schon seit langem nicht mehr soviel Musik gehört habe und vor allem dabei so viele Lieder in so kurzer Zeit neu- und wiederentdeckt habe.

Kritik ? Gibt es nur wenig. Ein kleines Manko, dass mich etwas stört, ist, dass man nicht mehrere Playlisten anlegen kann, sondern nur eine, die schafft allerdings auch mehr als 500 Einträge. Ein anderer Kritikpunkt ist natürlich - eigentlich von Last.fm unabhängig - die Sache mit dem "Social". Wer sich gerne mit Datenschutz beschäftigt - sollte auch jeder - dem ist natürlich bewusst, dass so ein Tool und Plattform der ideale Ort ist, um über eine Person ein komplettes Profil zu erstellen - wer sich auch noch auf anderen, öffentlich zugänglich Plattformen herumtreibt, gibt hier natürlich viel Preis. Andererseits darf man ruhig auch sagen, dass wenigstens diese Sache mal wirklich sinnvoll ist und den grauen Alltag defintiv  erweitert..

Falls nun jemand der Meinung ist, ich werde für diesen Eintrag bezahlt oder ähnliches, der irrt. Wer brauchbare, ähnliche Lösungen kennt, nur her damit - ich bin für Alternativ-Vorschläge auf jeden Fall offen! Ach ja… SaForge präsentiert ja ressourcensparende Programme für Windows. Nun, auch der Last.fm-Player darf sich dabei zu dieser Liga  zählen. Läuft ohne Probleme im Hintergrund mit, stört die eigene Arbeit nicht (es sei denn, man shakt sich durch die Wohnung oder das Büro…) und belastet die System-Ressourcen kaum bzw.  in einem sehr akzeptablen Rahmen.

Somit also für den heutigen Tag - ein sehr positives Fazit,  der Player bekommt auch wegen seiner Einfachheit und trotzdem angenehm klarem Design einen weiteren Pluspunkt.

Der Link zur Webseite: www.lastfm.de - der Link zum Download: Last.fm Player

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