Mein portables Windows… und Deins?
Ok, eigentlich falsch ausgedrückt, denn es geht nicht um Windows selber (obwohl sich auch Windows XP portabel machen lässt), sondern um die Programme des täglichen Alltags. Heute dachte ich mir, ich stelle mal eine Liste der Programme online, mit denen ich persönlich tagtäglich arbeite, die aber dennoch jederzeit transferbar auf zB. externe Festplatten, USB-Sticks oder andere Computer sind und dennoch einen uneingeschränkten Komfort bieten. Denn das Ziel ist es ja, den PC zu einem großen “USB-Stick” umzuwandeln - Windows selber soll dabei nur als abgegrenztes Trägersystem dienen.
Ich werde, auch mit Euren Vorschlägen, eine abgerundete Liste an aktueller Tools zusammenstellen, die man braucht um in den einfachen Internet-, Arbeits-, und Freizeit-Stunden gut über die Runden zu kommen.
Internet
K-Meleon, Firefox, Opera
Sylpheed (portabel im Test), Koma-Mail, Reach-a-Mail
Texte und PDF
Abiword, Treepad, Sumatra PDF, TextMaker Viewer
Editor, Webdesign und FTP
Scriptly, PlainEdit, Notepad++, LeechFTP, USB-Webserver
Grafik und Bild
Irfanview, Paint.net, PhotoFiltre, Inkscape, XnView
Film, Video und Sound
Billy, VLC, Media Player Classic, Fusion Media Player, VirtualDubMod, Subtitle, Audacity
Kommunikation, Fernwartung
Skype, Pigdin, Teamviewer
System-Tools
Startup Manager, Revo Uninstaller, 7zip, OPView (Ports), TestDisk & PhotoRec, SystemExplorer, Defraggler, CCleaner
Sonstiges
TV-Browser, Infra Recorder,…
Zum starten der ganzen Programme verwende ich mein geliebtes Exeknut-Tool. Das könnt ihr hier runterladen. Nach dem Start landet das kleine Teil in der Taskleiste und es lassen sich Shortcuts zu den einzelnen Programmen anlegen. Damit es auch richtig portabel bleibt und nicht an User/System-Pfaden scheitert, es einfach in den Ordner, wo die ganzen Programme sind, klatschen, starten und mal standardgemäß die Verknüpfungen anlegen. Wenn man alles fertig hat (es lassen sich später natürlich jederzeit weitere Programme anfügen) öffnet man die exeknut.ini -Datei mit z.B. Notepad und löscht beim Pfad alles raus, so dass nur noch der Direktpfad bestehen bleibt.
Beispiel:
Ordner1=C:\Dokumente und Einstellungen\MaxMustermann\Desktop\Portable Tools\FTP\LeechFTP\leechftp.exe
Geändert:
Ordner1=FTP\LeechFTP\leechftp.exe
Aja, natürlich werden jetzt einige sagen, da fehlen ja haufenweise Programme, aber hier sind natürlich mal nur die, die ich mehr oder weniger fast täglich verwende und nötig sind, um überhaupt über die Runden zu kommen (ok, TV-Browser und Co. disqualifizieren sich natürlich). Die “professionelle” Ausführung würde den Rahmen hier etwas sprengen. Prinzipiell kann man von Notepad bis zum Virenscanner mit etwas suchen ja auch fast schon jedes Programm irgendwo portabel auftreiben oder wer ein bisschen mehr Ahnung von der Materie hat, sogar selber portabel machen.
Ich würde mich über Postings mit einer Zusammenstellung Eurer persönlichen, portablen Software-Packete freuen… :)
Endlich einen Editor gefunden: Scriptly
Ich hatte ihn vergessen. Dabei schon am alten Computer installiert gehabt und nun wieder neu entdeckt. Der Editor Scriptly. Er ist und war genau das, was ich suchte. Denn das kleine Tool, das es auch als portable USB-Version gibt, bietet alle Annehmlichkeiten für den kleinen Programmier-Alltag im BereichHTML, PHP und CSS und beantwortet zudem die Frage im letzten Blog-Eintrag von mir.

Erstens - man kann seine Oberfläche minimalisieren (einfach alle Fenster oder Toolbars weg, die man nicht braucht). Zweitens bietet er die gesuchte Codevervollständigung während des Schreiben, was bei einem hektischen Alltag äußerst angenehm ist. Wer mag schon die immer wieder gleichen Tags tippen? Und weiter geht es - Syntaxhervorhebung, die man auch frei definieren kann. Preview-Möglichkeit innerhalb des Editors - bravo (ich hab allerdings noch nicht rausgefunden, ob man da auch einen beliebigen Browser (zB. K-Meleon) einbinden kann). Auch Vorlagen gibt es und lassen sich editieren bzw. anlegen. Suchen und ersetzen, Tabellen, Listen, Metatag- und Formular-Assistent auf Wunsch, integrierter Bildbetrachter, sogar ein MySQL-Assistent lässt sich finden.

Zudem lassen sich Projekte erstellen, die Tastaturkürzel bearbeiten, externe Einbindung von Programmen und wer hätte das gedacht - eine integrierte FTP-Möglichkeit! Fenster lassen sich übrigens ebenfalls nebeneinander, übereinander, usw… anzeigen. Ein integrierter Explorer, natürlich auch Tabs, valide Check-Funktion für HTML, CSS, usw…, Code-Browser sowie Snippets runden das mehr als gelungene Teil ab.

Und ein nicht zu unterschätzendes Feature für mich persönlich ist, dass bei CSS-Dateien die Hex-Farb-Werte beim darüberfahren auch angezeigt werden. Wer nicht auswendig alle Farbwerte in einer CSS-Datei kennt, wird diese Unterstützung alias Dreamweaver nicht mehr missen wollen.
Fazit: die lange gesuchte Alternative ist gefunden. Gefühlsmäßig ist der Editor als Geheimtipp zu sehen, denn in den meisten Foren wird er im Vergleich zu den anderen Standard-Vorschlägen nur selten/seltener angeführt. Zu unrecht, das Teil kann tatsächlich was und so wie es ausschaut wird es auch recht aktiv von Benedikt Loepp weiterentwickelt. Nur weiter so - 10 Punkte gibts auf jeden Fall dafür, denn eines sollte man nicht vergessen - der Editor kann nämlich sogar kostenlos heruntergeladen und verwendet werden. Ich bin begeistert und das Teil dient mir nun als ernstgemeinte Dreamweaver-Alternative ;)
Link zum Text: Scriptly
Minimalistischer Editor mit FTP und Preview gesucht!
Für SaForge suche ich diesmal nach einem absolut minimalistischem (Text-)Editor, der jedoch einige Dinge können muss.
1) So minimale Oberfläche wie möglich (keine dutzende Buttons, Reiter und Fenster)
2) klare TAB-Unterstützung/Darstellung für mehrere geöffnete Dateien
3) Preview-Modus für HTML (am besten hin und herschalten möglich)
4) Syntax-Hervorhebung für HTML, CSS und PHP
5) Integrierter FTP-Zugriff, mit der Möglichkeit Dateien direkt hochzuladen
6) und idealerweise portabel für den USB-Stick
Ansonsten muss oder sollte das Ding nicht viel mehr können. Es sollen tatsächlich nur die oberen Punkte erfüllt werden und das ganze so simpel wie möglich und natürlich stabil laufen. Ein richtiges Killerfeature wäre natürlich noch automatische Code-Vervollständigung, ähnlich wie man es von Dreamweaver kennt (und zwar direkt, nicht erst indem ich zB. erst STRG und blabla drücken muss, sondern während des Tippens soll bereits der Vorschlag kommen, es geht um Zeitersparnis und Effizienz. Von mir aus oder eigentlich fast besser wäre noch das händische Anlegen dieser Textbaustein-Vorschläge, da kann man sich seine üblichen “Favorites” im Laufe der Zeit zusammenstellen).
Wichtig ist noch - ich möchte mal andere Vorschläge hören als NVU, Notepad++ und die üblichen Verdächtigen, die man eh an jedem Eck findet. Wer also kennt ein/das ultimative Killler-Minimal-Tool für Windows? Ich freue mich über alle Vorschläge - was sind Eure Favorites?!
Nachtrag: gestern habe ich dann noch (wiedermal) PlainEdit entdeckt. Habe es mir zum ersten Mal genauer angeschaut und damit etliche Stunden gearbeitet - das Fazit: es käme meinem Wunsch schon ziemlich nahe - gefällt mir sehr gut. Die Oberfläche ist angenehm minimal gehalten, auf das Wichtigste beschränkt, Syntaxhervorhebung, frei definierbare HTML & CSS (…)-Vorlagen, Suchen und Ersetzen, externe Programme können gestartet werden, beliebige Shortcuts und noch einiges mehr. Genau SO gehört sich der ideale Minimal-Editor.
Das einzige, dass ich jetzt noch vermisse wäre eine Code-Vervollständigung/Vorschlag (Killer-Feature) während der Eingabe und eine FTP-Zugriffsmöglichkeit. Dann wäre PlainEdit mein absoluter, persönlicher Top-Favorit und ich würde sicherlich nicht mehr so schnell wechseln.
Link zum Text: PlainEdit bei Gaijin
Schneller bloggen und Ressourcen sparen
Man kennt es - man hat da sein Blog und möchte gerne zügig tagtäglich ein Update machen, die aktuellen Infos online stellen, schnell ein Bild hochladen, blabla… und woran scheitert es meistens? Richtig. Ganz ehrlich einfach an der Tatsache, dass man sich jedesmal in sein Blog einloggen muss, vorher noch den Browser auf, die Adresse aufrufen und dann in einem etwas überladenem Webinterface seine Eingaben tätigt. So etwas ist bei den ersten zehnmal überhaupt kein Problem, wer allerdings wirklich tagtäglich und konsequent bloggt oder sogar mehrere Installationen betreut, der stoßt schnell an die Grenzen und verliert den Spass an dem ewigen herumgeklicke.

Aber glücklicherweise haben sich da einige Leute Gedanken zu dieser Problematik gemacht und dabei sind einige nette Tools herausgekommen. So z.B. “BlogDesk” oder “Writer“. Das zweite Tool ist von Microsoft und ist zudem auch die umfangreichere Variante, fühlt sich dabei auch gewichtiger an und bietet wirklich jeden Komfort, den man zum alltäglichen Bloggen auch braucht. Wer mit Office bzw. Word arbeitet wird sich in dieser Umgebung schnell wohl fühlen.
Dennoch bevorzuge ich selber BlogDesk - und zwar aus einem ganz einfachem Grund. Es lädt sehr schnell, braucht nur wenig Ressourcen, bietet eine sehr klare aufgeräumte und einfache Oberfläche und beschränkt sich (zumindest optisch) auch nur auf das Wichtigste - dem Schreiben von Texten. Selbstverständlich mit der Möglichkeit Basis-Formatierungen am Text vorzunehmen und Bilder in den Beitrag einzubinden und diese nach Wunsch anzupassen (der Text hier ist übrigens ebenfalls mit dem Tool verfasst). Das Tool lädt einem somit viel eher dazu ein, mal schnell einen Text hineinzuklopfen, auch wenn man gerade nur 5-Minuten Zeit in der Früh hat. Unbedingt mal anschauen - denn obwohl ich sonst überhaupt kein Freund dieser Blog-Tools bin, hat mich das nun doch ein wenig überzeugt und ich bin sogar ein bisschen begeistert.
Links zum Beitrag: BlogDesk und Writer
Portables Software-Leben
Mmmmmhhh, es wird immer besser. Mittlerweile laufen schon alle Programme, die ich so im Alltag benötige in portabler Form. Das beginnt beim E-Mail-Client, Internet-Browser, Bildbearbeitung, Sound und Video, Text und Design, Systemtools und vieles mehr. Vorteil: den lernte ich unlängst wieder mal kenne, als ich auf einen anderen Rechner wechseln musste - alles innerhalb weniger Minuten auf die externe HD kopiert, auf den neuen Rechner aufgespielt und schwupps - alles sofort wieder lauffähig ohne Installationen oder Problemen. Zudem bleibt die Registry und sonstige Tiefen des Betriebssystems unbefleckt in den meisten Fällen und die ganzen Einstellungen und sonstige Zusätze verschwinden ebenfalls nicht. Und - die meisten der portablen Programme laufen manchmal sogar schneller und ziehen weniger Systemressourcen ab (zwar gibt es bei einigen wenigen features - aber sogar ich als Hardcore-User vermisse die wenigsten Dinge davon im Alltag).
Wer auf der Suche nach ein paar guten Tools ist, kann entweder auf Saforge, Google oder als Link-Tipp des heutigen Tages hier bei Carsten Knobloch vorbeischauen - es zahlt sich aus. Ich bin übrigens über weitere Tipps zu portabler Software immer erfreut ;)
Die Fragestunde mit Andrea
Voilà, es gibt erneut die Fragestunde. Wer übrigens von Euch auch mal Lust hat - siehe hier.
Du bist wer und machst was?
Andrea (Wien), die sich durchs Studium schleppt (eigentlich rede ich nicht gerne in der dritten Person von mir selbst)
Windows, Mac oder Linux?
Windows.
Deine erste Begegnung mit einem Computer…?
Ich glaub, das war mit dem alten Amiga 500 vom Sohn der Exfreundin meines Vaters. Oder gelten Tricotronics auch? Falls ja, dann die!
Computer sind für Dich?
Praktische Maschinen, die unbedingt einen Internetanschluss brauchen:
- super zum generellen Zeitsparen (Mails, Online-Banking, Telefonnummern, Adressen, Dictionarys, usw…)
- super zum Geldsparen (MP3’s, Videos, Lese-Materialien)
- unromantisch was Archivierung betrifft (ich mag lieber ein echtes Foto als ein digitales)
- schlecht für meine Augen und meine Haltung
Welche Programme verwendest Du am häufigsten?
Mozilla, Windows Media Player und den kleinen Billy (MP3). Selten: Word (nur wenn ich was für die Uni schreiben muss)
Funktionalität oder Optik? Was ist wichtiger?
Funktionalität (siehe: das erkennt man eh sofort an meinem Computer und vor allem an der Maus… ;)
Deine Lieblings-Webseite und warum?
Youtube (Lieblingsseite im Sinn von am häufigsten besuchte Seite) - zum Musik hören, Video schauen oder für Online-Teachings. Seit neuestem auch CROPfm wegen den grenzwissenschaftlichen Radiosendungen - sogar auf deutsch - und noch Fm4 und Ö1 wegen den Streams….
Social-Communities sind für Dich…?
Ich bin ausser im Studivz nirgends Mitglied. Und dort auch nur weil es praktisch ist wegen Unterlagen-Austausch und allem was mit der Uni zu tun hat. Generell find ich Social-Communities toll, weil Menschen mit ähnlichen Interessen sich trotz räumlicher Distanz austauschen können. Ich selbst mache aber keinen Gebrauch davon.
Dein Computer-Schreibtisch ist…?
…klein und sehr niedrig, ich sitze am Boden wenn ich tippe. Also absolut unergonomisch.
Am meisten hasst Du an Deinem Computer…?
…dass er soviel Platz braucht und dass ich ihn nicht mit einer Fernsteuerung vom Bett aus bedienen kann.
Das ultimative Wunsch-Tool/Programm kann:
Bessere Such-Ergebnisse liefern als Google.
Plüsch-Maus oder Carbon-Tastatur?
Siehe Frage 6) - das, was funktionaler ist … hm, die Plüschmaus wird sicher grindig mit der Zeit, also besser eine Carbon-Tastatur ;)
Kampf gegen Web 2.0 und der Social-Niedergang
Immer öfter findet man Kritik am aktuellen Design-Trend der Web 2.0-Blase. Sogar "kleine Widerstandsbewegungen" an Webdesignern formieren sich mittlerweile neu zu einer eigenen Form von Communities, die nun versuchen die Grundelemente der neuen Generation an Websites kritisch zu hinterfragen. Interessant, beginnt nun ein neuer Umschwung oder schon die Web 3.0 Blase ?
Nun, in der Tat man muss durchaus eingestehen, dass der aktuelle Design-Trend optisch fast schon ein wenig erschöpft ist. Beinahe alle Plattformen verfügen über glänzende und spiegelnde Logos, oft mit dem obligatorischem "Beta"-Zusatz, einer Headerleiste und einem Farbschema, das schon auf den ersten Blick erahnen lässt, dass es sich hier entweder um eine Social-Plattform oder eine interaktive Online-Ajax-Anwendung mit Registrations-Möglichkeiten handelt.
Wer oft in den Weiten der virtuellen Informationswelt unterwegs ist, zudem selber auch noch Webseiten gestaltet und auf der Suche nach Inspirationen ist, hat sicherlich schon eine Art von schleichender Frustration erlebt - ausgelöst dadurch, dass das Basis-Design sich an drei Gesichtspunkten orientiert. Ein großes Logo, zwei oder drei Spalten und da und dort abgerundete Kanten. Wer etwas völlig neues kreieren will, tut sich mittlerweile wahrlich schwer. Denn der Web 2.0 Look, auch wenn er immer mehr im Kreuzfeuer der Kritik steht, hat eine Sache an sich, die man nicht vergessen sollte - die "Benutzungs-Evolution" durch die User.
Wie das gemeint ist? Nun, vorbei sind die Zeiten nunmal, in denen Webdesigner so etwas wie Götter waren, vorbei sind die Zeiten, wo Webseiten aus Tabellen zusammengeschustert und die Formatierungen direkt in den HTML-Code eingebunden wurden. Gestalterisch gibt es heute eigentlich kaum noch Grenzen, CSS nach belieben, Grafiken im Vorder- und Hintergrund, Layerschichten, Ajax und JavaScript-Animationen, Slideshows, und vieles mehr. Alles beeinflusst durch die Community "WWW". Denn anno dazumal gehörten chaotische Webseiten zum Surferalltag, Informationen, Menüs, Bilder und dergleichen war kaum User-gerecht aufbereitet - und genau dies hat sich durch die Web 2.0 Social-User-Welle stark verändert. Beinahe alle neuen Seiten legen Wert auf eine einfache Bedienung, schnelle Ladezeiten und einem klaren Content-Interface. Goldene Zeiten also für den User… gleichzeitig eine Schwierigkeit für Designer, denn an nun mittlerweile erprobten Layouts neu rütteln zu wollen, gefällt kaum einem Auftraggeber oder hat den Beigeschmack von Risiko "werden meine User überhaupt ein anderes Design noch verstehen oder wirkt es befremdend und abschreckend?".
Elliot Jay Stocks hinterfragt in seinem Blog-Eintrag den vorherrschenden Trend. Und ich selber schwanke zwischen einem hin und her… Warum? Ist es denn wirklich so schlimm, wenn Seiten ähnlich aufgebaut sind? Sind die spiegelnden, abgerundeten Logos nicht eher eine reine Geschmackssache, erfüllen aber trotzdem gut ihre Funktion ? Sind zwei- oder dreispaltige Layouts so unpraktikabel oder einfach die ideale Grund-Form, um einen Content optisch und inhaltlich "mundgerecht" aufzuteilen? Ich denke, das Hauptaugenmerk sollte nach wie vor auf dem Inhalt an sich liegen und sich auch wieder stärker darauf konzentrieren. Das schönste oder das chaotischste, künstlerisch angehauchte, Interface bringt kaum etwas, wenn der Inhalt schwach oder der User überfordert ist. Die Normal-User der neuen Generation haben ja so etwas wie eine Evolution beim Design bewirkt und dabei kristallisieren sich Grundelemente heraus, die einfach funktionieren. Also eigentlich eine positive Entwicklung.
Kurz und gut, der Web 2.0 Look muss meiner Meinung vielleicht nicht bekämpft, sondern eher der Inhalt gefördert werden. Das Design unterliegt sowieso einem natürlichen "gefressen und gefressen" werden, dazu bedarf es keiner eigenen Anti-Bewegung. Andererseits, Fische die gegen den Strom schwimmen, erreichen oft mehr - allerdings welcher "andere" Weg wäre dies bei der Aufbereitung von Daten im virtuellen Raum in dieser neuen Generation? Wenn dann sollte schon etwas völlig neues kommen. Einfach 4-Spalter anzupeilen oder minimalistische, weiße WhiteSpace-Sites werden es ja vermutlich auch nicht sein.
3-D lautet vielleicht der eine oder andere Vorschlag. Nun, kurz vorher beim Zahnarzt, blätterte ich etwas gedankenlos durch eine der österr. Wirtschaftszeitungen (leider keine Ahnung mehr welche es genau war) und darin fand sich ein interessanter Artikel rund um virtuelle Social-Communities. Das Paradebeispiel Second-Life, welches immer mehr gegen den Besucherschwund zu kämpfen hat und sich dabei auch als Fiasko-Investitionsblase herauskristallisiert, ist vielleicht das beste Symbol für überzogene Erwartungen an das mehr-dimensionale User-Netzwerk. Einerseits ist die Zahl der interaktiven User gestiegen, genauso wie die Masse der Blogs, aber deren Bedeutung oder besser gesagt "Benutzung" ist offensichtlicher wesentlich geringer als allgemein angenommen. (Wer z.B. nicht selber bloggt, liest auch selten die der anderen, dies ist leider die traurige Realität.) Laut der Zeitschrift und einer Statistik verbringen Second-Life-User übrigens gerade mal ~12 Minuten im Monat im virtuellen Raum und die meisten davon auch nur deswegen um "Geschäfte" abzuwickeln. Um die österr. Variante Papermint ist es z.B. auch wieder still geworden in den Medien, zumindest kenne ich in meinem Umkreis niemanden, der es verwendet (gibt es da Erfahrungsberichte?). 3-D-Communities - der falsche Weg für "Web 3.0" bzw. neue Wege/Generationen und einer neuartigen, visuellen Umsetzung?
Ist also die "2.0-Welt" in einem Umbruch oder hadert man vielleicht eher ein bisschen daran, dass die Entwicklung in Wirklichkeit einfach nur (schon länger) steht? Werden Investitionen in den wechselhaften Online-Markt zukünftig vermehrt kritischer betrachtet und auch weniger oder noch kurzlebiger? Was oder wo ist der Ansatz für Neues, sowohl im Design als auch in der Umsetzung generell? Gibt es wieder eine Rückkehr zu überladenen, chaotischen Webseiten oder geht die Richtung zu gänzlich reduzierten, reinen Text-Seiten ohne allzuviele Funktionen? Vorschläge, Ideen und Eure Gedanken sind willkommen… oder auch Beispiele für eine eventuell neue Richtung!
Die Fragestunde mit Emanuel-S
Naja, irgendwo muss man ja mal beginnen. Also schmeiße ich mich mal hier als Erster rein (wuha, ein Fake), in der Hoffnung, dass jemand von Euch dann auch Lust hat - siehe hier.
Du bist wer und machst was?
Emanuel-S aus Wien und 26 Jahre jung… oder alt, je nach Tageszeit und Verfassung natürlich ;) Ich arbeite an verschiedenen Kreativ-Projekten im Web, sowohl solo als auch im Team, nebenbei gibt es in mir noch eine Ader, die sich mit Design, Illustration, Fotografie und dergleichen beschäftigt. Ich arbeite hauptsächlich am Computer, gehe aber genauso gerne raus in die Natur. Bin eigentlich recht naturverbunden, deswegen muss der Mix zwischen Computer und “draußen” stimmen. Ein kleiner, wunderbarer Freundeskreis rundet das Ganze ab. Gutes Essen und ein zweisamer Café mal irgendwo zwischendurch gehören auch noch zum idealen Gesamtpacket.
Windows, Mac oder Linux?
Windows XP mit allen Updates. Und bin eigentlich recht zufrieden damit. Linux habe ich immer wieder mal anprobiert und mich herumgespielt, konnte mich aber nie wirklich damit anfreunden. Liegt einerseits daran, dass es dort viele Programme nicht gibt, die ich täglich brauche oder nur in unzureichender Alternativ-Form. Dabei verwende ich sonst sehr viele Open-Source -Tools. Mac’s sind mir persönlich einfach zu teuer in der Gesamtanschaffung und zudem gibt es einfach weniger Software im Vergleich und ich habe gerne eine breite Alternative-Auswahl.
Deine erste Begegnung mit einem Computer…?
Das war bei einem Schulfreund - dem sein Vater hatte damals, glaube ich, überhaupt den ersten Computer im gesamten Bekanntenkreis. Damals natürlich noch mit DOS und ich kann mich erinnern, wie uns Umstehenden der Schulkollege kleine, weiße Kästchen am Röhren-Bildschirm zeigte, die z.B. grob ein Strichmännchen oder einen Kaktus darstellten. Er tippte irgendwas ewig lange ein und plötzlich bewegte sich das kleine Kästchen am Bildschirm von links nach rechts… Ich und die anderen Jungs, die ja damals nur Lego als interaktives Werkzeug kannten, waren wirklich schwer beeindruckt. Viele, viele Jahre später dann folgte der eigene Computer und ich lernte dann sogar endlich, dass Google nicht sowas wie ein Doughnut ist, sondern eine Suchmaschine.
Computer sind für Dich?
Werkzeug, Instrument, aber auch die Türe zu neuem Wissen und Kreativität. Manchmal sogar noch zum spielen, man darf ja Kind sein hin und wieder ;)
Welche Programme verwendest Du am häufigsten?
Mh, gar nicht so leicht zu sagen. Abgesehen von K-Meleon (Browser) zum surfen ist sicherlich Photoshop, Dreamweaver, der Last.fm-Player für die Musik und noch Notepad++ für alle möglichen Anwendungszwecke das Häufigste. Aber das wechselt auch von Projekt zu Projekt.
Funktionalität oder Optik? Was ist wichtiger?
Im Gegensatz zu früher fast eher die Funktionalität. Am besten ist so minimal wie möglich, aber trotzdem alles wichtige dabei. Mit tausend unnötigen Features vollgestopfte Software interessiert mich hingegen immer weniger. Und sie muss schnell sein, nicht träge.
Deine Lieblings-Webseite und warum?
Das kann ich gar nicht sagen, weil es davon zuviele gibt. Aber ich habe mir dazu eine Türe geschaffen und zwar auf Netvibes.com, wo ich alle News, Portale und Blogs per RSS griffbereit habe. Also denke ich, könnte man fast Netvibes sagen, aber auch eher wegen der Funktionalität an sich.
Social-Communities sind für Dich…?
Sagte ich schon, dass Ich asozial bin? Also ich habe da und dort schon ein Profil, aber wirklich reinschauen oder verwenden tue ich sie kaum, obwohl einige Projekte selbst dort sehr wohl vertreten sind. Auch chatten oder dergleichen - abgesehen natürlich von engen Freunden über Skype - ist nicht ganz mein Ding. Da ist mir ein cleanes, einfaches und freundliches Forum lieber.
Dein Computer-Schreibtisch ist…?
…aus Glas und sehr aufgeräumt und clean. Aber auch nur deshalb, weil ich zu faul bin, etwas wegzuräumen, deswegen gibt’s gar nicht erst ein Chaos. Naja, er wirkt fast ein wenig steril. Hin und wieder verirrt sich ein Teelicht als Stimmungsmacher neben den Bildschirm. Sonst gibt es nicht viel zu sehen. Nicht einmal Papier. Aber ein Stift liegt da rum - ohne Funktion.
Am meisten hasst Du an Deinem Computer…?
…dass der Flachbett-Bildschirm einen Wackelkontakt hat und man deswegen schon um 6 in der Früh die Nachbarn aufweckt, weil man mit “dezenten” Schlägen auf das Gehäuse versucht, ihm wieder ein scharfes Bild zu entlocken.
Das ultimative Wunsch-Tool/Programm kann:
1) innerhalb von einer Sekunde starten
2) vereinigt Photoshop und Dreamweaver
3) kann dabei auch Internet surfen und Musik spielen
4) besitzt eine vollständige Sprachsteuerung
5) hat eine eingebaut Skype-Funktion, die auf der Seite ein- und ausklappbar ist.
Plüsch-Maus oder Carbon-Tastatur?
Plüschtastatur bitte.
zur Person: Emanuel-S
Interviews - Teil eins… der Versuch.
In letzter Zeit bin ich immer wieder über, zum Teil hervorragende, Blogs gestoßen - deren Macher ich gegenüber großen Respekt für ihren Fleiß haben - und die neben allgemeinen oder spezifischen Themen immer wieder auch mal andere Blogger oder Leute der Umgebung zu einem Thema interviewen oder einen thematischen Anstoß für einen neuen Eintrag geben. Das wollte ich eigentlich auch schon lange bei SaForge, aber natürlich spezifisch auf das Thema "Computer" fokussiert. Und nach dem rumlesen der letzten Tage, ist die Lust auf so ein Experiment sehr groß geworden - sozusagen habe ich Blut geleckt. Deshalb habe ich mal ein paar, jaaa - ganz schlechte und banale, Fragen zusammengestellt - was soll’s - die ich jetzt ganz einfach mal in die Runde bzw. Blogsphäre schmeißen werde… und ruhig auch amüsant beantwortet werden soll. Ich bin gespannt, ob es ein Feedback und Antworten gibt !
Und wer übrigens selbst ein Blog oder eine Seite hat, bekommt natürlich auch einen Link zu seiner Spielwiese. Die Namen dürfen so nebenbei gesagt auch Pseudonyme sein, aber ein paar Fotos oder Shots, die einem zumindest irgendwie repräsentieren, wären doch irgendwie nett. Schließlich möchte man auch mal wissen, wer da so hinter den Antworten/Geschehnissen steht. Ein Beispiel-Bild sieht man im oberen Eintrag. Wer also mag und Lust hat bzw. mutig ist, schreibt mir einfach mal ein kleines Mail und dann schauen wir mal ;) Die Beiträge werden dann in regelmäßigen Intervallen immer wieder mal auf SaForge publiziert.
Ach ja - die Regeln… jede Antwort sollte zumindest aus 2-3 Sätzen bestehen, dürfen aber natürlich auch wesentlich länger sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und ein oder mehrere Fotos als JPEG wären die ideale Abrundung für einen gelungenen Eintrag.















